Helpenger verbindet

In der Corona-Krise gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und solidarisches Handeln fördern: Wir bauen Helpenger, die schnelle Hilfe-Suchmaschine für alle. Unkompliziert, mehrsprachig und datensicher. Im April 2020 beginnen wir mit der Entwicklung. Ein Interview mit unserem Kooperationspartner Sebastian Rösch von IKEHRA in Ravensburg.

Wir treffen Sebastian im digitalen Meeting-Raum. Der Leiter der berufsbegleitenden Dienste in Ravensburg will Helpenger in Projekten nutzen. Wir wollten von ihm wissen, wieso.

Sebastian, wo genau willst du Helpenger einsetzen? Zum Beispiel im Interkulturellen Ehrenamtsbüro in Ravensburg. Kurz: IKEHRA. Wir werden von der Aktion Mensch gefördert. Um aktiv Ehrenamtliche zu unterstützen und zu schulen, die Neuzugewanderten helfen wollen. Durch die Corona-Krise haben wir den direkten und persönlichen Kontakt zu unseren Leuten verloren. Vereine, Helferkreise und Projekte können wir nicht mehr besuchen, unsere interkulturellen Trainings sind abgesagt, unser Büro ist zu. Das heißt: wir können gerade unsere Brücken-Funktion zwischen Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Geflüchteten nicht ausüben. Mit Helpenger wollen wir die Lücke schließen.

Warum genau Helpenger?
Erstens, weil es mehrsprachig angelegt ist. Das ist fundamental für unsere Arbeit. Zweitens, weil es regional funktioniert. Das heißt, die Leute finden sich ganz einfach über die Postleitzahl. Und drittens, weil wir soziale Organisationen einbinden können. Das heißt auch: Wir könnten darüber unsere eigenen Angebote nochmal anders verbreiten.

Welche sind das genau?
Zum Beispiel Deutschunterricht oder Nachhilfe in einem digitalen Lerncafé. Oder Coaching und Beratung für Ehrenamtliche, um sie weiter zu unterstützen. Kommunikation und Übersetzung sind total wichtig. Unser Hauptproblem ist und bleibt die Sprache. Und die Erreichbarkeit.

Wie seid ihr auf Helpenger gekommen?
Wir haben beim Hackathon im März mitgemacht und gezielt nach einem interkulturellen Projekt gesucht. Das Team von Helpu war das einzige, das Integration explizit eingeschlossen hat. Erstaunlich, oder?

Stimmt. Und wie geht es jetzt weiter?
Wir suchen gemeinsam nach Fördergeldern, um das Basis-Tool für unser Projekt auszubauen. Eine erweiterte interkulturelle Hilfe-Suchmaschine – das wäre unser Traum!

Neugierig? Hier geht’s zur IKEHRA-Seite: www.ikehra.de